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Das Häschen

Ostern
Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige ran
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras-
Stille! Nicht gemuckt!-
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has´.

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren weit zurück gelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
lass die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen.

Um uns beide - tropf -tropf -tropf -
traut eintönig Rauschen.
Auf dem Schirmdach - klopf -klopf- klopf
und wir lauschen, lauschen.

Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wind geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen.
Schiebt gemächlich seitwärts,
macht Männchen aller Ecken.
Herzlich hab ich aufgelacht,
ei der wilde Schrecken!

(Christian Morgenstern)
Frohe Ostern
Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrer ein frohes Osterfest und erholsame Ferien.
Alexander Storbeck 8d, Florian Kreim 7c und Hannes Lau 7c
10.04.2014
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